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Zugegebenermaßen vermittelt unsere Titelgrafik für „Learning 2“ ein gewisses Gefühl der Gegensätzlichkeit. Unsere Rangliste und das internationale Feedback aus der Branche lassen jedoch eine wichtige Erkenntnis erkennen: Microbots Roboter werden selten in einem Atemzug genannt. Zahlreiche Flotten beschränken sich auf einen einzigen Robotertyp. Während manche die kostengünstigen microbots als Stolperfallen betrachten, kaufen andere ganze Schwärme kleiner Staubsaugerroboter. Wir haben diese beiden vorherrschenden Meinungen einander gegenübergestellt.
Zusammenfassung: Was sind microbots?
Microbots kleine, professionelle Reinigungsroboter, die in der Regel weniger als 10.000 Dollar kosten und so kompakt sind, dass sie problemlos in einen DHL- oder UPS-Versandkarton passen. Diese Roboter kommen vor allem in Umgebungen zum Einsatz, in denen größere Maschinen aufgrund der begrenzten Raumgröße und der hohen Komplexität der Räumlichkeiten problematisch wären – beispielsweise in Büros mit viel Mobiliar oder in Hotels. Einige Hersteller haben sich bereits auf das Mikrobot-Segment spezialisiert. Dazu gehören i-Team, Nexaro, Cleanfix und ZACO. Auch der deutsche Reinigungsmaschinenriese Kärcher hat einen kleinen professionellen Roboter im Sortiment, den KIRA CV 50.


Moritz Fendt
Gründer und CEO von FENKA Robotics
Mit einem Verhältnis von 5:1 microbots in der Gesamtgewichtung des Rankings nach wie vor überbewertet. Im Vermietungsgeschäft von FENKAS im deutschsprachigen Raum microbots eine untergeordnete Rolle. Unsere täglichen Kontakte zu Gebäudedienstleistern zeigen einen starken Trend zur Robotisierung von handgeführten und Aufsitzmaschinen. Natürlich reisen wir auch regelmäßig nach Asien und weltweit, um uns die neuesten Entwicklungen anzusehen. Bislang hat uns wenig von der Notwendigkeit eines groß angelegten Einstiegs in microbots überzeugt.
Meinung 1: Microbots eine Stolpergefahr Microbots
Aufgrund unserer Erkenntnisse, dass Reinigungsunternehmen derzeit dazu neigen, eine „Entweder-oder“-Entscheidung zu treffen, haben wir eine breite Palette von Meinungen zusammengetragen. Hier sind die am häufigsten genannten Argumente für große Roboter – und gegen microbots.
1. Sicherheitsbedenken
Da microbots kleiner und leichter microbots , besteht die Gefahr von Diebstahl oder Beschädigung. Diese Geräte könnten versehentlich umgestoßen oder sogar gestohlen werden, was insbesondere in öffentlichen oder schlecht überwachten Bereichen ein Risiko darstellt.
2. Leistung
Während große Roboter große Flächen effizient reinigen können, stoßen microbots an ihre Leistungsgrenzen. Sie eignen sich nicht für die Reinigung großer, weitläufiger Flächen oder lassen sich nur mit großem Aufwand koordinieren.
3. Mangelnde Multifunktionalität
Microbots in den letzten Jahren rasante Fortschritte hinsichtlich Reinigungsleistung und -qualität gemacht. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass insbesondere Staubsaugerroboter im Mikrobot-Segment dominieren. Ihre Leistung beim „Wischen“ ist noch nicht überzeugend. Multifunktionale Geräte, die mehrere Aufgaben gleichzeitig und auf hohem Niveau ausführen können, sind noch nicht in Sicht.
4. Klarheit
Wer eine Vielzahl kleiner Geräte anschafft, muss sich auch um eine Vielzahl kleiner Geräte kümmern. Wo viele Roboter im Einsatz sind, können auch viele ausfallen oder ihre Leistung nicht erbringen. Die Anzahl der erforderlichen Tests steigt drastisch an. Ein seriöses Flottenmanagement ist unvermeidlich.
5. Zentralisierte Wartung für große Roboter
Andererseits ist eine zentralisierte Wartung eine Option für große, leistungsstarke Roboter. Große Maschinen erfordern weniger Koordination als eine Flotte von microbots. Sie können von einem spezialisierten Team gewartet und betrieben werden, was den Verwaltungsaufwand verringert.
6. Langlebigkeit und Robustheit
Große Roboter sind in der Regel robuster und widerstandsfähiger gegenüber Störungen oder Beschädigungen. Ihre Technologie ist darauf ausgelegt, auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig zu funktionieren

Michael Lackner, Geschäftsführer d
, Dr. Sasse Facility Management GmbH
Microbots für FM-Dienstleister der Einstieg in die Automatisierung, daher ist ihre Gewichtung im Ranking nur logisch. Das infrastrukturelle Facility Management war schon immer sehr individuell geprägt, und die Automatisierung sollte im gleichen Sinne angegangen werden. Nur microbots einen pragmatischen und organischen Ansatz, der unsere Branche und ihre Bedürfnisse berücksichtigt. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir setzen in der Gruppe zwar eine dreistellige Anzahl großer Maschinen ein, aber wir setzen darauf – zuletzt mit einer Investition in weitere 150 Microbots , dass diese gerechtfertigt sind und ihre Position langfristig behaupten werden.
Meinung 2: Microbots der Schlüssel
Trotz der Herausforderungen microbots die Automatisierung in der Reinigungsbranche vorantreiben. Ihre Flexibilität bietet zahlreiche und unschätzbare Vorteile, insbesondere in dynamischen Arbeitsumgebungen.
1. Kosteneinsparungen und eine gute Kapitalrendite
Microbots in der Anschaffung deutlich günstiger als große Maschinen. Für Unternehmen, die ihre Reinigungsprozesse automatisieren möchten, bieten sie eine kostengünstige Möglichkeit, dies zu tun, ohne hohe Investitionskosten tragen zu müssen. Die schnelle Amortisation der Investition erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Investitionen. Kleine Reinigungsunternehmen können ihren Kunden Automatisierungslösungen anbieten, ohne zu viel Kapital investieren zu müssen.
2. Modularität und Skalierbarkeit
Eine Flotte kleiner Roboter ermöglicht es, den Reinigungsaufwand bedarfsgerecht anzupassen. Unternehmen können ihren microbots nach Umfang und Komplexität der Aufgaben ausweiten, ohne sofort in teure Großmaschinen investieren zu müssen.
3. Plug-and-Play
Microbots erfordern Microbots keine aufwendige Einweisung. Viele Produkte lassen sich sogar ohne App starten – einfach durch Drücken einer Taste am Gerät. Dadurch microbots die Bedienung microbots selbsterklärend, und es sind keine umfangreichen Schulungen erforderlich.
4. Zuverlässigkeit
Lange Ausfallzeiten und das Warten auf bestimmte Ersatzteile sind die Schwachstelle der automatisierten Reinigung. Objekte müssen gereinigt werden, sei es durch Roboter oder von Hand. Microbots dank einfacher Lieferung und vergleichsweise geringer Kosten schnell austauschen. Dadurch werden lange Ausfallzeiten vermieden.
5. Einfache Integration in bestehende Arbeitsabläufe
Microbots problemlos in bestehende Gebäudemanagementstrukturen integrieren, ohne dass umfangreiche Anpassungen der Infrastruktur erforderlich sind. So sind beispielsweise sogar „Drop-and-Go“-Szenarien im Gastgewerbe gängige Praxis. Dabei setzt das Reinigungspersonal einen Mikrobot in einem Hotelzimmer ab, während es im nächsten Zimmer andere Aufgaben wie das Beziehen der Betten erledigt.
6. Die schmutzige Arbeit erledigen, wo große Roboter nicht hinkommen
Microbots in komplexeren Umgebungen eingesetzt werden, die Präzision und Flexibilität erfordern. Sie eignen sich ideal für enge Räume und schwer zugängliche Bereiche, die für große Maschinen unzugänglich sind. Diese kleinen Roboter sind hilfreich bei der Reinigung von Flächen unter Tischen, Stühlen oder Sanitäranlagen.
Fazit: Betrachten Sie Automatisierung ganzheitlich
Die Reinigung durch Roboter steht am Anfang eines tiefgreifenden Wandels, und es ist offensichtlich, dass sowohl microbots große Roboter ihre Berechtigung haben. Um das volle Potenzial der Automatisierung auszuschöpfen, müssen diese beiden Modelle jedoch nebeneinander bestehen und miteinander kombiniert werden.
Für Roboterhersteller bedeutet dies, dass sie sich nicht mehr nur auf die Entwicklung einer einzelnen Technologie konzentrieren sollten. Lösungen, die große Maschinen und microbots einem einzigen System vereinen, könnten die Zukunft der Branche prägen. Außerdem müssen Hersteller flexible Plattformen entwickeln, die verschiedene Robotertypen koordinieren und optimieren können.
Für Facility Manager bedeutet dies, dass sie sich eingehend mit den spezifischen Anforderungen ihrer Reinigungsumgebungen befassen müssen. In vielen Fällen ist es sinnvoll, sowohl kleine als auch große Roboter einzusetzen, um unterschiedliche Reinigungsanforderungen abzudecken. Zu verstehen, wie microbots große Roboter am besten zusammenarbeiten können, ist entscheidend für die Maximierung von Effizienz und Rentabilität.
Das Ranking zeigt, dass insbesondere in Europa die Vermischung verschiedener Roboterklassen bereits Realität ist. Eines ist klar: Aufgrund der derzeitigen Struktur der Herstellerportfolios führt die Vermischung von Gerätekategorien auch zu einer Vermischung von Herstellermarken. Dieses Phänomen ist auch im Ranking deutlich zu erkennen.
Die Zukunft der Reinigungsrobotik erfordert die Koexistenz und Integration beider Modelle. Die Herausforderung für die Branche wird darin bestehen, diese beiden Technologien nahtlos zu verbinden und ihre jeweiligen Stärken zu nutzen, um für alle Beteiligten den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
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