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Von FamilyMart über die Shenzhen Metro bis hin zu landesweiten Einsätzen an indischen Flughäfen ist Asien nun in nahezu jedem Segment vertreten – was auf ein rasantes Wachstumspotenzial des Marktes für Reinigungsroboter.
Die Ausgabe 2025 des Biggest Fleet zeigt, wie Asien auf der globalen Bühne der Reinigungsrobotik Fuß gefasst hat. Mit 19 verifizierten Flotten, die zusammen einen Radar-Score von 1.807 erreichen (296 Roboter und 327 microbots), hat die Region ihre Präsenz im Vergleich zu 2024 fast verdoppelt. Während Nordamerika in absoluten Zahlen nach wie vor dominiert, deckt Asien nun ein viel größeres geografisches Gebiet ab und weist äußerst vielfältige Anwendungsfälle auf – von Convenience-Stores in Japan bis hin zu Flughäfen in Indien.
Datenlücken und Wachstumspotenzial
Es ist wichtig zu betonen, dass die Zahlen für Asien in der Rangliste nach wie vor ein konservatives Bild vermitteln. Die Erforschung von Flotten außerhalb der Region ist schwierig, da Sprachbarrieren, lückenhafte Berichterstattung und uneinheitliche Transparenz der OEMs die Überprüfbarkeit der Daten einschränken. Es ist bekannt, dass mehrere große japanische, chinesische und koreanische Flotten existieren, diese wurden jedoch nicht berücksichtigt, da die Daten nicht bestätigt werden konnten. Das bedeutet, dass die offensichtliche Verdopplung der Präsenz Asiens im Jahr 2025 das tatsächliche Wachstum wahrscheinlich unterschätzt und dass die bereits eingestiegenen Flotten selbst auf Expansion ausgerichtet sind.
China: Viele Roboter, aber schwer nachzuverfolgen
China erreicht einen Radar-Score von 375, der fast ausschließlich auf 75 größeren Robotern basiert. Die Vorliebe für Hochleistungsmaschinen in U-Bahn-Systemen, Einkaufszentren und industriellen Umgebungen spiegelt Chinas Größe und seine Prioritäten im Bereich der Infrastruktur wider. Gleichzeitig bleibt China ein Markt, der sich nur schwer vollständig erfassen lässt: Es wird vermutet, dass es mehrere große Flotten gibt, doch dies ist nicht bestätigt, was verdeutlicht, wie sehr die Undurchsichtigkeit der Daten das Bild im Vergleich zu Nordamerika oder Europa weiterhin verzerrt.
Indien und Vietnam: Erstteilnehmer
Indien gibt sein Debüt in der Rangliste durch Peppermint Robotics, das mittlerweile an drei großen Flughäfen – Mumbai, Thiruvananthapuram und Ahmedabad – mit insgesamt 9 Robotern im Einsatz ist (Radar-Score 45). Auch Vietnam steigt mit einer kleineren Flotte von 5 Robotern ein (Radar-Score 25). Auch wenn der Umfang noch bescheiden ist, sind diese Einsätze von Bedeutung: Sie zeigen, dass Reinigungsrobotik nun auch in Märkten mit niedrigeren Arbeitskosten Einzug hält und dass insbesondere Indien nicht nur Anwender, sondern auch Anbieter von selbst entwickelter Technologie ist. bricht mit diesem Muster. Es zeigt, dass amerikanische Einzelhändler offen für Alternativen sind und dass sich die OEM-Landschaft schnell verändern kann, sobald sich ein neuer Anbieter in einer der großen nationalen Ketten bewährt hat. Die Frage ist nicht mehr, ob Tennant–Brain Corp skalieren kann, sondern ob sie ihre Dominanz verteidigen können, wenn andere auf den Markt drängen.
Japan: Eine Kultur der Microbots
Japan führt die Region mit einem Radar-Score von 795 an, was vor allem auf die 300 Mikrobots umfassende Flotte von FamilyMart zurückzuführen ist – den größten Einsatz in Convenience-Stores außerhalb Nordamerikas. Die Vorliebe des Landes für kompakte Automatisierungslösungen ist kein Zufall. Angesichts der engen Ladenflächen, der hohen Kundenerwartungen an die Sauberkeit und einer kulturellen Offenheit gegenüber miniaturisierten Lösungen microbots in Japan ihren natürlichen Platz gefunden.
Singapur: Der öffentliche Sektor als Wachstumsmotor
Singapur erreicht einen Radar-Score von 507 mit 96 Robotern und 27 microbots, wobei der Schwerpunkt auf der öffentlichen Infrastruktur und dem Bildungswesen liegt. Die Flotten bei SMRT, an Universitäten und in Hotels spiegeln nicht nur die Marktreife wider, sondern auch die gezielte Unterstützung durch die Regierung. Im Rahmen des Nationalen Robotikprogramms wurde die Automatisierung in öffentlichen Einrichtungen vorangetrieben, wodurch Singapur zu einem der weltweit deutlichsten Beispiele dafür geworden ist, wie politische Maßnahmen die Einführung beschleunigen können.
Regionale Unterschiede und Ausblick
Bei den Flotten in Asien zeigt sich eine klare Aufteilung: Japan konzentriert sich auf microbots, während Singapur, China und Indien auf größere Roboter setzen. Dieser Kontrast spiegelt regionale Unterschiede in der bebauten Umwelt, den Kundenerwartungen und der regulatorischen Unterstützung wider. Über die bereits aufgeführten Flotten hinaus dürften 2026 weitere Flotten aus Thailand, Hongkong und Taiwan hinzukommen, da der neu ernannte Botschafter Biggest Fleetdabei helfen wird, Einsätze zu identifizieren und zu verifizieren. Insgesamt ist die Region in eine Phase mit raschem Skalierungspotenzial eingetreten – mit etablierten Akteuren im Einzelhandel und in der öffentlichen Infrastruktur sowie Vorreitern in aufstrebenden Märkten, die den Weg ebnen.
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